8 soziale Projekte, die die Welt braucht

by Andrea Baum
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Wir stellen 8 NGO-Projekte vor.

Ohne soziale Projekte wäre unsere Welt ziemlich arm dran.

Beziehungsweise wäre sie ärmer als sie es ohnehin schon in vielen Regionen und Lebensbereichen ist. Klar, meist gilt das nur für jene Menschen selbst, die stigmatisiert bis gewaltsam unterdrückt werden. Diesem Unrecht zu entkommen, ist für sie eine Herkulesaufgabe. Deshalb geben ihnen viele Nichtregierungsorganisationen (NGO) weltweit extrem wichtigen Support, indem sie non-profit soziale Arbeit leisten.

be inspired.

Für den Straßenkick:
Fußball-WM der Obdachlosen

Dieses soziale Projekt zieht einem die Schuhe aus, im positiven Sinn! Bei der Fußballweltmeisterschaft der Obdachlosen kicken sich Frauen und Männer ohne feste Bleibe vom Rand der Gesellschaft ins Herz nicht nur von Fußballfans. Teamgeist, Motivation und Wertschätzung sind die menschlich wertvollsten Resultate dieses NGO Turniers, bei dem mittlerweile Mannschaften aus 70 Nationen antreten. Die erste Fußball-WM der Obdachlosen fand 2013 in Österreich statt, die heurige in Sacramento, USA. Weltmeister 2023: Chile. Weltmeisterinnen: Mexiko. These are the real champions, my friend!

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Für bezahlbaren Wohnraum:
Habitat for Humanity

Vom Bolzplatz der Menschlichkeit direkt zum sozialen Projekt Habitat for Humanity. 1976 in den USA gegründet, setzt sich diese NGO heute weltweit für obdachlose Menschen ein. Dafür, dass ihnen bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird. Dass Mikrofinanzierungen ihnen den Bau oder die Sanierung eigener Häuser ermöglichen. Dass WASH-Programme die Lebensbedingungen von Menschen in armen Regionen vor Ort verbessern. Dafür, dass auch du dich für ein Sozialprojekt engagierst. Als Spender/in oder als Volunteer. Das wäre doch mal eine Sache, oder? Eine gute noch dazu!

Soziale Projekte
Eine NGO setzt sich dafür ein, dass bezahlbarer Wohnraum für Obdachlose geschaffen wird. Foto: (c)Habitat of Humanity

Für wichtige Freiwilligenarbeit:
volunteer.com

Apropos: Soziale Projekte weltweit zu unterstützen, ist auch über diverse Online-Plattformen möglich. Eine der bekanntesten ist volunteerworld.com. Hier kannst du internationale Freiwilligenprogramme suchen, miteinander vergleichen und letztlich bei einem dir wichtigen Sozialprojekt mithelfen. Filtere einfach nach Kontinenten und Ländern und checke spannende NGO Initiativen zu Themen der Bildung, Gesundheit, Ernährung, Umweltschutz oder auch zur geschlechtlichen Gleichberechtigung. volunteerworld.com soll über 140.000 registrierte Freiwillige haben. Das ist social wo/man power!

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Für mehr Rollstuhlgerechtigkeit:
wheelmap.org

Dass soziale Projekte Barrieren abbauen, zeigt auch die NGO wheelmap.org. Digitale Straßen- und Seewegekarten gibt es ja schon zuhauf – und mit wheelmap auch eine für mobil beeinträchtigte Menschen. Auf dieser freizugänglichen Karte können rollstuhlgerechte Orte gesucht und gefunden und öffentliche Locations auf ihre Rollstuhlgerechtigkeit hin bewertet werden – weltweit! Wie bei Wikipedia kann jeder User mitmachen. Auch bisher nicht markierte Orte lassen sich neu hinzufügen und basierend auf einer einfachen Ampelskala von Rot bis Grün bewerten. Wheelmap.org kommt aus Deutschland und ist in 32 Sprachen sowie als App für iPhone und Android verfügbar. Das ist wohl wieder mal der Beweis, dass das Rad nicht völlig neu erfunden werden muss.

Soziale Projekte - Raul Krauthausen
Raul Krauthausen, Aktivist. Foto: © Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Für Strafgefangene:
The Last Mile

Im Rahmen dieses Sozialprojekts ist eine Statistik fast schon kriminell: Seit den 1970er Jahren soll die Zahl der Gefängnisinsassen in den USA um 700% gestiegen sein! Und die Rückfallquote sieht nicht besser aus: Demnach landen 61% der Entlassenen innerhalb von zehn Jahren wieder im Gefängnis. The Last Mile hat was gegen diese Masseninhaftierung. Die NGO bietet Insassen ein Reha-Programm, mit dem sie sich in technologiegetriebenen und damit zukunftsfähigen Berufsfeldern ausbilden lassen können. Etwa im Web Development sowie in der Audio- und Videoproduktion. Für die Verurteilten ist das ein door opener in die reale Arbeitswelt und ein sozial nachhaltiger Weg, sich als Persönlichkeiten weiterzuentwickeln. Die Rückfallquote nach Teilnahme am TLM-Programm scheint dem Sozialprojekt Recht zugeben: Für weniger als 1% der ausgebildeten Ex-Insassen geht es wieder zurück in die Zelle.

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Für Indiens Talente:
Dakshana Foundation

Ein soziales Projekt, das sich aufs Sanskrit bezieht? Ja, warum eigentlich nicht! Im Altindischen bedeutet Dakshana nämlich „ein Geschenk geben oder empfangen.“ Von daher ist die gleichnamige Stiftung sehr wertvoll. Mithilfe von Coaching-Programmen schult die NGO begabte, aber mittellose junge Menschen aus Indiens ländlichen Regionen. Ziel: Sie sollen an den renommierten Indian Institutes of Technology (ITT) sowie an den Government Medical Colleges aufgenommen werden. Ein Studium dort erhöht die Chancen, der Armut zu entfliehen und einmal ein besseres Leben zu führen. Gegründet wurde die Dakshana Foundation von Mohnish Pabrai. Als Investor verdient er zum Glück so viel Geld, dass seine Schüler/innen an der Dakshana Foundation von Stipendien profitieren.

Für marginalisierte Frauen:
Footprint

Sozialprojekte weltweit gibt es natürlich noch deutlich mehr. Doch sind, retour in Österreich, viele hier beheimatete NGOs ebenso unverzichtbar. Footprint zum Beispiel. Dieser in Wien ansässige Verein wendet sich an Betroffene von Frauenhandel und Gewalt – und das sind leider die Frauen selbst. Bei Footprint erhalten sie den Freiraum und den Support, den sie benötigen, um selbstbestimmt ihren künftigen Weg gehen zu können. Sämtliche Angebote sind kostenlos und können anonym genutzt werden, sie umfassen Sozial- und Rechtsberatungen, Notfallberatungen für zum Teil schwer traumatisierte Frauen bis hin zu traumapädagogischen Workshops und Sportkursen. Wie bei vielen NGOs lassen sich auch bei Footprint die Projekte nur mit Förderungen realisieren, während die eigentliche Vereinsarbeit spendenfinanziert ist.

Soziale Projekte gegen Frauenhandel
Der in Wien ansässige Verein Footprint wendet sich an Betroffene von Frauenhandel und Gewalt. Foto: ©Footprint

Gegen digitale Einsamkeit: Artificial Eye

Zum Schluss haben wir noch ein Auge auf junge Erwachsene, die kaum noch am öffentlichen Leben teilnehmen. Die im digitalen Raum in eine Einsamkeitsspirale geraten, weil sie sich von der Welt „da draußen“ unverstanden fühlen. Die Sozialarbeiter/innen von Artificial Eye kennen die Probleme der jungen Leute, etwa Arbeitslosigkeit, Essstörungen oder Ausgrenzung aufgrund ihrer Herkunft, und machen deshalb digital-aufsuchende Arbeit. Heißt: Was sie bisher nur im öffentlichen Raum tun – das Aufsuchen und Ansprechen von Personen – passiert jetzt auch in digitalen Communities. Klassische Streetwork wird damit teilweise ins Web verlagert, um Betroffene aus ihrer digitalen Isolation zu holen. Das Sozialprojekt Artificial Eye wurde Ende 2023 abgeschlossen. Doch die hier entwickelten Handlungsanleitungen sollen weiterhin dazu dienen, digitale Kontaktarbeit zu leisten, damit auch sozialer Ungerechtigkeit und Diskriminierung entgegengewirkt wird.

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