Studium Soziale Arbeit – Was wir von der Natur lernen können

by Andrea Baum
Studium Soziale Arbeit - Lernprojekt
Lernen von der Natur

Außergewöhnliche Outdoor-Lehrveranstaltung im Studium Soziale Arbeit

Studium Soziale Arbeit, dabei geht es auch darum, sich mit neuen Perspektiven auseinanderzusetzen, sein Handeln zu reflektieren und mit den eigenen Ressourcen umgehen zu lernen. Im Rahmen eines Outdoor-Ethikseminars tauschten Studierende des Studiums Soziale Arbeit an der FH Kärnten den Hörsaal gegen den Wald.

Study better.

Im Studium Soziale Arbeit absolvierten Studierende eine spannende und außergewöhnliche Outdoor-Lehrveranstaltung. Dabei erkundeten sie zusammen mit einem Naturpark-Ranger das Gebiet „Hochrindl“ in Kärntens Nockbergen. Dabei lernten sie mehr über die Tier- und Pflanzenwelt, vor allem aber über die Hauptbaumarten und Kräuter. Neben einer Harzsalbe stellten die Studierenden auch Kräuterbonbons her. Zu ihren weiteren Aufgaben gehörte es, eine Murmelbahn mit Materialien aus der Natur mit ein paar Hindernissen zu bauen.

 

Wie das Studium Soziale Arbeit und die Natur zusammenpassen

Katrin Feldermann, Lehrende im Studium Soziale Arbeit an der FH Kärnten und Organisatorin der Outdoor-Lehrveranstaltung, ist überzeugt: „Die Natur ist ein perfekter Gegenpart zur digitalen und digitalisierten Welt. Von der Natur kann man so viel lernen.“. Ziel der Lehrveranstaltung war es, sich auf die Situation vollständig einzulassen, mit allen Sinnen die Natur als Ressource der Reflexion wahrzunehmen und Abstand von der digitalen Welt zu nehmen.

Outdoor-Veranstaltung im Studium Soziale Arbeit auf der Turracher Höhe
Für einen Tag tauschten Studierende der Sozialen Arbeit den Hörsaal gegen den Biosphärenpark Nockberge. Foto: ©Oktober-Turrach

„Zudem haben wir es mit einer außergewöhnlichen Situation zu tun, die nicht nur die Studierenden der Sozialen Arbeit betrifft, sondern die gesamte Profession herausfordert. Wir stehen vor krisenhaften Zeiten, dies konnten wir vor allem in den Nockbergen hautnah spüren,“ führt Katrin Feldermann aus. Der Klimawandel hat hier sein Unwesen getrieben und so wurde das dritte Mandat der Sozialen Arbeit für die Studierenden greifbar: die Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession. Auch wenn im Diskurs und in der Praxis diese Themen oft unverbunden nebeneinanderstehen, setzt Feldermann sich für ein Umdenken ein. Denn die Menschen, die der Wandel zuerst tief trifft sind jene, denen wir uns im Rahmen unserer Profession zuwenden (sollten).

Im Studium Methoden für den Berufsalltag lernen

„Solche Projekte sollen die Studierenden dabei unterstützen, sich Methoden der Reflexion nicht nur anzueignen, sondern sich automatisch in stressigen Situationen zu fragen: was macht das mit mir? Wie gestresst bin ich gerade? Was sind meine Bedürfnisse? Wie erlebe ich mein handeln?“, erklärt Katrin Feldermann. Nach der Outdoor-Veranstaltung hätten die Studierenden berichtet, dass es ihnen in der Natur leichter falle, sich auf Inhalte einzulassen und sie ihnen Ruhe und Zuversicht gebe. Die Studierenden wollen gar die Spaziergänge mit aktiven Reflexionen beibehalten und in den Alltag integrieren.

Video zur Outdoor-Lehrveranstaltung

Während der Outdoor-Lehrveranstaltung wurden die Studierenden mit der Kamera begleitet. Das Video gibt interessante Einblicke in den spannenden Tag und zeigt die wunderschöne Umgebung in den Nockbergen.

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Das Video gibt Einblick in das Outdoor-Ethikseminar in den Nockbergen

Fazit: Studium Soziale Arbeit an der FH Kärnten ist mehr als nur theoretisches Lernen

Im Rahmen eines Outdoor-Ethikseminars hatten die Studierenden die Gelegenheit, sich mit neuen Perspektiven auseinanderzusetzen, ihr Handeln zu reflektieren und ihre eigenen Ressourcen besser zu nutzen. Die Outdoor-Lehrveranstaltung im Rahmen des Seminars verband das Studium mit der Natur und zeigte den Studierenden, wie viel sie von ihr lernen können. Durch den Waldspaziergang, das Arbeiten mit natürlichen Materialien und die Reflexion in der Natur gewannen die Studierenden Ruhe und Zuversicht. Diese Erfahrungen sollen sie dabei unterstützen, Methoden der Reflexion im Berufsalltag anzuwenden und sich selbst besser kennenzulernen.

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